Allgemeine Grundlagen und Definition

 

Online-Marketing ist heute weitaus mehr als ein wenig SEO-Techniken oder Postings auf Sozialen Medien. Bei Google oder anderen Suchmaschinen auf Platz 1 zu landen ist das Ziel bei vielen Unternehmen. Das Problem vieler Betriebe ist jedoch, dass das Internet ein neues Medium ist, mit dem sich viele „ältere“ Chefs und Mitarbeiter nur bedingt zurechtfinden. Viele Digital Natives drängen in den Arbeitsmarkt, es fehlt jedoch oft die Erfahrung oder eine kompetente Personalführung. Die Wichtigkeit des Interenets lässt sich nicht mehr ignorieren – landet es doch schon mittlerweile auf Platz 2 der klassischen bzw. neuen Werbemittel. Um Online-Marketing als „neue“ Arbeitskraft besser zu verstehen, kommen wir hier erst einmal zur Definition, der Entstehung des Web 2.0 und den Grundlagen.

 

Online Marketing - Strategie - Definition - klassische Werbemittel vs. Online-Marketing

 

 

 

Online-Marketing Definition

 

Online-Marketing umfasst alle Werbemaßnahmen, die mittels Webseiten im Internet oder kommerziellen Diensten des Internets durchgeführt werden. Dazu gehören Mittel wie beispielsweise Banner, E-Mails, Videos, Webseiten, soziale Medien (sichtbare Werbung für den Endnutzer) oder Suchmaschinenoptimierung, Keywordadvertising (unsichtbar). Die wichtigsten Vorteile gegenüber anderen Werbeinstrumenten stellen sich in Messbarkeit des Werbeerfolgs (z.B. Click-Through-Rate, Kosten / Erfolgsrate pro Klick – z.B. mit Analyse-Tools), in Zeitvorteilen, sowie in Individualisierungsmöglichkeiten auf der Basis spezifischer Nutzerprofile dar. Aufgrund von Mulitmodalität sowie Interaktivität dieses Mediums, wird immer mehr auf diese Werbeform gesetzt. Multimodalität bedeutet in diesem Fall, dass mehrere Wahrnehmungen gleichzeitig angesprochen werden können (z.B. Bilder, Musik und Film) und Interaktivität, dass der Internetuser in die Kommunikation eingreifen kann. Online-Marketing ist also ein Oberbegriff für unterschiedliche Marketingaktivitäten und nicht, wie von vielen interpretiert, mit Bannermarketing gleichzusetzen, da dies nur ein Teilbereich davon ist. Der klassische Marketingmix lässt sich optimal auf das Online-Marketing für Budgetverteilungen übertragen. Wie im Offline-Marketing wird auch hier in 4 Kategorien unterschieden:

  1. Produktpolitik
    Online Kataloge, Produktpräsentationen und Service

  1. Preispolitik
    Preisdifferenzierung, flexible Preisgestaltung

  1. Kommunikationspolitik
    Social Media Marketing, E-Mail-Kampagnen

  1. Distributionspolitik
    Zahlungswege, Online-Formulare

 

Übergang vom Web 1.0 zum Web 2.0

 

Das Internet bot, seit seiner kommerziellen Nutzung 1990 bis ca. 2003, das so genannte „Web 1.0“ an. Dies bedeutete, dass man Informationen in Form von Texten und Grafiken meist nur dann teilen konnte, wenn man etwas vom Programmieren von Webseiten verstand und eigene EDV-Kenntnisse stets auf dem neuesten Stand waren. Informationen waren bis dato statisch und wurden selten aktualisiert. Die Internetverbindungen waren noch sehr langsam und zudem relativ teuer. Flatrates und neue Technik verbesserten rasant die Internetnutzung und die Anzahl der User.


Damit wurde das
Online-Marketing immer interessanter für viele Unternehmen und es entstand das Social Media Marketing, welches oft mit dem Begriff „Web 2.0“ assoziiert wird. Die Beschreibung für Web 2.0 wurde 2004 ins Leben gerufen. Aber, wie das Web 1.0 auch, ist dies lediglich ein Begriff und kein Produkt. Wer Web 2.0 letztendlich erfunden hat, ist nicht klar. Manche schreiben den Ausdruck Darcy DiNucci zu, der ihn 1999 in einem Fachartikel zur Internetzukunft beschrieb. Andere beziehen ihn auf diverse andere Quellen wie beispielsweise auf die „Web-2.0 Internetkonferenz“ von 2004. Es ist mehr eine Definition für die neuen Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten des Users im Netz. Informationen können seit 2003 hochgeladen oder verändert werden, ohne das sich der User mit der Programmierung auskennen muss.

Beginn der Sozialen Medien um das Jahr 2003

Bekannteste Vorreiter sind heute wohl „Wikipedia“ oder „Weblogs“. Texte und Inhalte konnten nun bequem geschrieben, hochgeladen und verändert werden. Seit 2003 gibt es immer mehr Anbieter für soziale Netzwerke wie MySpace, YouTube, Facebook, Xing, Twitter, Pinterest, Instagram oder Holidaycheck. Nutzer erstellen nun selbst diverse Inhalte (Profile, Biografien, Webseiten), kommunizieren diese und schreiben selbst Empfehlungen und Antworten. Sie wurden damit von passiven Akteuren zu aktiven. Soziale Netzwerke verbinden viele User in der ganzen Welt und geben Informationen über deren Interessen, Meinungen und Trends weiter. Diese persönlichen Daten machen sich heute viele Unternehmen zu Nutze und schaffen, durch transparentes Auftreten, neues Vertrauen.

Ein entscheidender Vorteilgegenüber der klassischen Werbung ist der weitaus geringere Kostenaufwand. Vor allem kleinere Unternehmen, können gegenüber der größeren Konkurrenz geringere Marketingbudgets ausgleichen. Zudem ist das Internet jederzeit, überall abrufbar und besser individualisierbar. Nicht umsonst sucht heute fast jeder Betrieb Mitarbeiter speziell für Online-Marketing oder beauftragen externe Agenturen dafür.

 

 

 

Online Marketing – Strategie und Tipps

 

Im heutigen Zeitalter der Social Media und des Online-Marketings, gibt es eine relevante Aussage: Content ist King! Dies bedeutet, dass man seine geschriebenen Texte nicht nur auf Keywords(Schlüsselwörter, nach denen im Internet gesucht werden) optimieren sollte, sondern den Inhalt nutzvoll schreiben sollte. Google gibt jedes Jahr den Ton an in Sachen Seitenaufbau. Vorbei sind die Zeiten, als man noch Texte schreiben konnte, die sich nur auf die Keywords konzentrierten. Es muss ein Mehrwert für den User geben.

Also ist es bei der Strategie wichtig, dass man seine Zielgruppe festlegt (z.B. Alter, Herkunft, Verhalten, Einkommen, Interessen, etc.) klar definiert und sich über das wesentliche Endziel im Klaren ist – die Kundenbindung

Dazu benötigt man das Markenbuilding (Image und Bekanntheit). Also ist es bei der Strategie wichtig, dass man seine Zielgruppe festlegt (z.B. Alter, Herkunft, Verhalten, Interessen, etc.), klar definiert und sich über das wesentliche Endziel im Klaren ist – die Kundenbindung. Bevor es allerdings zur Kundenbindung kommt, muss man sein Online-Marketing so einsetzen, dass man Aufmerksamkeit erreicht. Wichtig ist zudem, nicht „nur“ viele Leute zu erreichen, sondern die „potentiellen“ (Neu) Kunden, die sich an das angebotene Produkt (dauerhaft) binden.

 

Strategie für Online-Marketing Aktivitäten und Kommunikationswege

 

Hat man nun die Grundlagen festgelegt, muss man sich entscheiden wie man sich positioniert. Entscheidungen über die eingesetzten Kommunikationswege müssen definiert werden. Zur Auswahl stehen u.a. Suchmaschinenmarketing (SEM – SEO – SEA), Blogmarketing (interessante Berichte), E-Mailmarketing (Newsletter), Affilitätsmarketing (Partner vermitteln Produkte oder Kontaktdaten gegen Provision) oder eben das Social Media Marketing (Instrumente des Web 2.0. wie Facebook, Instragram, Twitter, YouTube oder WhatsApp). Alle Wege und Medien hier aufzuzählen, würde jedoch den Rahmen sprengen, weshalb hier auf die anderen Punkte verwiesen wird. Tipps für erfolgreiches Online-Marketing sind:

 

  • guter Content
  • hochwertige Bilder und Postings
  • unterhaltsame Themen
  • Videos
  • kreative Aktionen wie Gewinnspiele, Fragen oder einfache Unterhaltung.

 

Zudem muss man auf Beiträge, Fragen oder Kritik unmittelbar und kompetent antworten. Dazu interessant: Einordnung und Umgang mit Onlinebewertungen.