Bewerbung

Die Bewerbung

Bei einer Bewerbung geht es darum, sich von seiner besten Seite zu verkaufen. Zudem muss man gegenüber anderen Bewerbern herausragen. Diesbezüglich gibt es viele Meinungen von “Experten” oder auch im Internet. So sind folgen viele Bewerbungen klassischen Standards. Je nach Milieu, Bekanntenkreis und (besonders) PC-Kenntnissen unterscheiden diese sich – vor allem in der Qualität. Damit sich die Chancen für einen neuen Job erhöhen oder zumindest eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erfolgt, müssen einige Punkte beachtet werden.

Qualitätsanforderungen für jede Bewerbung

Jeder Bewerbungsablauf sollte folgenden Qualitätsstandards entsprechen:

  • Keine Schreibfehler
  • Keine Fehler im Datum, kopierten Textpassagen oder der Anschrift
  • Ein qualitativ hochwertiges Bewerbungsfoto (keine gesetzliche Pflicht) muss vorhanden sein
  • Eine digitalisierte Unterschrift (freigestellt als png) ist immer hilfreich
  • Prüfung, ob die Stelle noch vorhanden ist bzw. wann die Ablauffrist kommt
  • Eine zusammengefügte Datei (Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen wie Zeugnisse oder Bescheinigungen) mit max. 10MB Größe wird per E-Mail versendet
  • Man muss sich schlau über das Unternehmen / Verein machen und die Anforderungspunkte richtig deuten
  • Stellenausschreibung ausdrucken und geforderte Punkte in die Dokumente verarbeiten

Unterschiede bei Azubis, Praktikanten und Berufstätige bzw. Einsteiger

Zwar gelten viele Faktoren für alle Bewerbungen, aber es unterscheidet sich etwas die Form bei jedem Status.

Bewerbung bei Azubis

Der Azubi (m/w/d) verfügt in der Regel über wenig Anlagen. Das Abschlusszeugnis und ein Anschreiben sind meistens alles, was vorzuweisen ist. Wie also füllt man seinen Lebenslauf? Hier füllt man diesen mit seinen persönlichen Daten. Dabei schreibt man auch gerne, was die Eltern sind, welche Jobs man eventuell schon gemacht hat und seine Hobbys und Interessen. Der Ausbildungsbetrieb ist also sehr an der Person interessiert. Gute Noten, interessante Lebensumstände sowie eine ansprechende Bewerbung (oben genannte Punkte) sind wichtig. Gerade in Zeiten des Bachelors (es studieren immer mehr) suchen viele Betriebe nach qualifizierten Auszubildenden. Es ist also heute eher leichter als früher, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Bewerbung bei Praktikanten

Hier sind die Praktikanten während (oder nach) dem Studium gemeint. Der Begriff “Generation Praktikum” kennt eigentlich jeder. Warum ist das so? Gut, Praktikanten sind günstige Arbeitskräfte und die Studenten sind meist nach dem Abschluss zu jung und unerfahren, um für einen Betrieb (sofort) interessant zu sein. Natürlich gibt es aber auch noch das Pflichtpraktikum. Unabhängig von der Situation, gelten bei Praktikanten nicht die gleichen Kriterien wie bei Azubis. Bei einem Praktikanten stehen z.B. keine familiären Inhalte im Lebenslauf oder Hobbys & Interessen. Von einer jungen erwachsenen Person erwartet ein Unternehmen mehr – nämlich mehr Kompetenzen und (erste) praktischen Erfahrungen. Viele Praktika während des Studiums, Nebenjobs, ehrenamtliche Engagements oder eigene Projekte machen jeden Studenten interessantes. Dazu gilt ebenfalls die Einhaltung der Qualitätspunkte.

Bewerbung Berufseinsteiger & Berufstätige

Wer im Berufsleben komplett angekommen ist, der muss alle Anforderungen einer optimalen Bewerbung einhalten. Klar haben Berufseinsteiger vielleicht noch nicht so viele Anlagen wie Arbeitszeugnisse, Zertifikate oder Weiterbildungsscheine. Sie müssen aber mehr vorweisen können, als Azubis oder Praktikanten. Auch im Schreibstil muss eine höhere Qualität ersichtbar sein. Des Weiteren muss man die branchenüblichen Gehälter kennen und Dinge wie Sozialversicherungsnummer oder Inhalte des Arbeitsvertrags wissen.

Klassische Fehler bei Bewerbungen

Schaut man sich beispielsweise 50 Bewerbungen von allen drei genannten Gruppen an, findet man ca. 80% fehlerhafte! Fehler bedeuten in diesem Fall nicht zwingend Rechtschreibfehler, sondern Verschwendung von Potentialen oder Schwächung der eigentlichen Stärken. Klassische Beispiele:

  • Es werden 10-15 Einzeldateien versendet und sind schlimmstenfalls noch größer als 10MB (bis max. sogar 50MB)
  • Das Bewerbungsbild ist ein Selfie oder Passfoto
  • Der E-Mail fehlen Anlagedateien
  • Der Lebenslauf umfasst mehr als max. 2 Seiten
  • Das Anschreiben ist gespickt mit suboptimalen Textpassagen (Meine Freunde sagen über mich,…)
  • Textpassagen von anderen Firmen sind falsch übernommen bzw. kopiert
  • Angaben passen nicht zur Stellenausschreibung (Angst, zu wenig Kompetenzen zu haben)
  • Ansprechpartner werden mit “Sehr geehrte Damen und Herren” umschrieben
  • “Mit freundlichen Grüßen,” –> richtig ohne Komma!

Was klar sein muss

Bewerbung no-go - diese Fehler nicht machenVereinzelt kommt es vor, dass die E-Mail-Adressen “unseriöse” Namen beinhalten. Nehmen Sie einfach Ihren Vor- und Nachnamen für eine “seriöse” E-Mail-Adresse bei Bewerbungen.
Social Media Kanäle bedienen heute jung & alt. Deshalb gilt: Vermeiden Sie, im Netz total der “gläserne Mensch” zu sein. Es ist vollkommen legitim, wenn man über einen potentiellen Bewerber (m/w/d) Urlaubsbilder im Netz findet oder weiß, auf für welche Veranstaltungen er sich interessiert. Dennoch sollten private Feierbilder verdeckt sein. Auch öffentliche (negative) Bewertungen sind wenig förderlich. Hier kann man sich selbst einmal bei Google (auch unter dem Reiter Google-Bilder) suchen oder auf Social-Media-Kanälen. Oft entdeckt man Bilder, die man gar nicht mehr auf dem Radar hat.

Wer bis hierher gelesen hat, der sollte jetzt mit der Rubrik “Richtig bewerben” weitermachen oder auf die spezielleren Felder wie Anschreiben/Bewerbungsschreiben, Lebenslauf oder Layout & Design klicken.