Facebook-Marketing

Facebook Marketing

Facebook-Marketing gehört zu den Pflichtaufgaben im Online-Marketing und ist heute jedem ein Begriff. Eine Veranstaltung, Interessensgruppe bzw. Fanseite kann man leicht selbst erstellen. Aber wie schaut es mit effektiven Postings bzw. einer guten Social-Media-Marketing-Strategie aus? Alles Wichtige dazu, lesen Sie jetzt.

Vorteile und Stärken bei Facebook-Marketing

  • Eine der bekanntesten Social Media Plattformen
  • Sehr hoher Imageaufbau, Traffic sowie Reichweite
  • Gute Videos werden oft geklickt und geteilt
  • Posten diverser Inhalte wie Texte, Bilder, Videos, Veranstaltungen oder Links
  • Vernetzung von Facebook mit anderen Kanälen wie Twitter oder Instagram
  • Großzügiger Speicherplatz für Bilder und Videos
  • Gezielte Werbeaktionen möglich (Alter, Ort, Geschlecht, Uhrzeit, Interessen, etc.)
  • Direkte Kommunikation mit dem Kunden, Fan oder Freund
  • Kostenloser Zugang und Account
  • Stetige Entwicklung wie Verkauf von Einzelprodukten oder Chatbot

Nachteile und Schwächen von Facebook-Marketing

  • Immer weniger User bzw. tote Profile – dadurch weniger effektive Werbeanzeigen
  • Andere Kanäle wie Instagram oder TikTok sind interessanter
  • Keine festen Zeiten der User – nur Tendenzen
  • Keine Flexibilität bei Bildgrößen, Videos oder Werbebanner (Facebook-ADs mit 20% Text und Vorformatierung)
  • Die Suchfunktion ist nicht optimal bzw. wird kaum benutzt
  • Shitstorm kann innerhalb weniger Minuten losgehen
  • Like muss nicht mehr automatisch folgen bedeuten
  • Bewertungen können nicht gelöscht werden – Gefahr von Fakeaccounts, die Bewertungen abgeben
  • Datenschutz gilt nach amerikanischem Recht und ist oft unsicher für den User

Nachdem nun die Stärken und Schwächen bekannt sind, kommen wir zu den Regeln einer guten Facebook Marketing Strategie.
Vorab: Facebook ist ein Kommunikationskanal und kein reiner Verkaufskanal – das vergessen viele Unternehmen! Zwar versucht Facebook (Stand 2020) dem mit Shopseiten entgegen zu wirken, aber relativ erfolglos. Das Hauptziel von Facebook ist es – Leute zum Interagieren zu bringen:

Gute Beiträge schalten

Was man im Vorfeld beachten sollte

Fans müssen über eigene Produkte und Dienstleistungen informiert werden. Aber die richtige Dosierung ist wichtig, da zu viel Eigenwerbung negativ und gelangweilt aufgefasst wird, sprich der Effekt verpufft. Gehört man zu den Unternehmen, die nicht jeden Tag ein neues Produkt vorweisen können (Normalfall), so sollte man sich an die 70/20/10 Regel halten.

70% der Postings sollen einen Mehrwert für die Community haben. Einblicke in den Büroalltag, Jubelpostings, humorvolle und stimmungsvolle Inhalte (Feiertage, Trends, etc.) sind hier gefragt.

20% der Postings sollten sich auf die Bewerbung ähnlicher Produkte oder Unternehmen fokussieren. Nicht die Konkurrenz direkt bewerben, sondern eher Kooperationen wie Verweise auf einen interessanten Blogbeitrag, Videos oder Events themenähnlicher Art. Eine Gegenverlinkung ist dann die beste Honorierung.

10% sollen reine Eigenwerbung sein – richtig 10%! Nie vergessen, dass Facebook kein klassischer Werbekanal ist, bei dem man ausschließlich inseriert oder Textwerbung schaltet. Die Werbung wirkt zudem am besten, wenn sie kreativ verpackt ist (Bild, Video, Spruch, Humor, etc.).

Tipps für gute Beiträge auf Facebook

  • Kurze Postingtexte – niemand scrollt gerne lange Texte oder will weiterlesen
  • Interessante Rätsel oder Fragen stellen – regt oft das eigene Ego des Lesers an
  • Attraktive Gewinnspiele wie Gutscheine oder Preise
  • Humorvolle Postings – Dinge, die der User selbst gut kennt
  • Bilderpostings mit guten, kurzen Texten – emotionale Reize wirken immer sehr gut (wichtig gute Qualität der Bilder)
  • Top-Angebote und Rabatte posten – aber nicht zu oft, weil Reizüberflutung und lästig
  • Trend is your friend – ruhig auf trendige Dinge wie Boateng als Nachbar oder Jugendwort des Jahres, usw. mit einbeziehen
  • FAQ & Tipps zu beliebten Themen verfassen oder teilen – wird gerne kommentiert oder geteilt
  • Eigene (Blog)Beiträge auf Facebook teilen – Link auf Landingpage (Backlink) sowie Interaktion der User in den Kommentaren
  • –> (Bei Bildern kann man den Link im Text nachträglich entfernen – schaut optisch schöner aus)
  • Kreative Videos posten – wirken immer! Maximale Länge im Idealfall 100Sekunden!
  • Bannerbild / Header passt sich mobil nicht so an wie auf dem Desktop – also Insight des Banners stets in der Mitte bringen!

Ein weiteres Facebook-Marketing Instrument ist die Anzeigenschaltung (Facebook-Adwords). Diese werden so geschaltet, dass man ein Bild mit maximal 20% Textinhalt postet und diese Werbebanner an der Seitenleiste oder direkt auf der Pinnwand des Nutzers auftauchen. Bei den Voreinstellungen der Schaltung sollte man sich im Klaren sein, wen man erreichen will (Zielgruppe, Alter, Männer, Frauen, usw.), wo man jemanden erreichen will (Bundesland, Stadt, Ausschluss von Städten bzw. Regionen, usw.), sowie wann man die Anzeige schalten will (Dauer, Tageszeit, Wochentag, usw.). Dies erklärt aber die Facebook Anleitung fast von selbst. Beim Skalieren der Bilder sollte man zudem aufpassen, dass man sein Bild der Werbegröße anpasst, also einfach der Anleitung bei Facebook folgen.

Was auch gut funktioniert ist die Skalierung 600 x 315 Pixel für eine Werbepost auf Facebook.

Strategie für Facebook-Marketing

Je größer ein Unternehmen, bzw. die Fananzahl ist, umso wichtiger ist es eine gute Strategie zu haben, die jeder Mitarbeiter einhält.
Es muss einheitlich kommuniziert und umgehend geantwortet werden (Fragen, Kritik, gute Kommentare, Shitstorm…). Es ist ebenfalls wichtig, einen Jahresplan (grob) zu haben, damit man viele Beiträge schon voreinstellen kann. Des Weiteren sollten Beiträge nicht ausschließlich von jedem Mitarbeiter geliked werden, was leider häufig der Fall ist – besonders nicht vom Unternehmensaccount selbst liken! Social Media ist oft ein Job, der niemals ruht, deshalb sollten mindestens 2 Personen für die Online-Kommunikation zuständig sein und nicht der Praktikant, der Azubi, der Chef oder viele andere Leute – dabei geht meist die einheitliche Kommunikation verloren. SEO-Technisch sei noch zu bemerken, dass man Links auch mittlerweile shorten kann und den Beitrag mit Hashtags # verzieren sollte. Je mehr potentielle Aufmerksamkeit, umso besser!

Facebook-Marketing Beispiel für einen Artikel zu Rehasport FAQInformationen mit Bildern und Videos veröffentlichen

Man sollte die Postings weiter viral teilen, z.B. mit einem Facebookfeed auf der eigenen Webseite, Instagrambilder auf Facebook oder eben die Postings auf Twitter teilen (sieht auch Twitter-Marketing). Bilder – Logo oder Design immer gleich – Wiedererkennungswert – gilt auch für Videos – Interviews mit Promis, Tagebücher, Vorstellung, Humor, Action, Infovideos, etc.).

Bildrechte und Lizenzen beachten. Ähnliche Stolperfallen sind Dinge wie ein Impressum sowie spezielle Regelungen bei Gewinnspielen. Immer die aktuellen Facebook-Regeln beachten und sich vor unliebsamen Abmahnungen schützen.

“Fakelikes” kaufen sieht zwar schön aus, bringt aber effektiv kaum etwas.
Erfahrungsgemäß interagieren auf vielen Facebookseiten lediglich 3-4% der gesamten Fans – eine Seite mit 1000 Likes, hat also oft 30-40 Interaktionen zu einem Post. Diesen Durchschnitt kann man durch Kreativität, Effektivität sowie gutes Image steigern.

Neuster Tipp (2020) zu Facebook-Marketing

Nachdem Facebook das Layout (2016) abgeändert hat, sind Banner auf den mobilen Endgeräten nicht mehr im vollen Umfang erkennbar. Deshalb empfiehlt es sich, die zentrale Aussage des Banners in der Mitte zu platzieren (Aktionen, Slogan, bestes Bild). Stand 2019, sind die perfekten Pixelmaße für ein mobiles Banner: 820×312 und für den Desktop 820×461 Px. Das bedeutet, dass man in sein Desktopbanner die Message auf die mobile Größe einbauen sollte – dabei hilft leicht Gimp oder Photoshop.

Falls Sie weitere Expertise benötigen, können Sie sich gerne an die Marketingwelt Lipp – Social Media Agentur wenden.