Jugendreisen-FAQ-Informationen-Erfahrungen

FAQ Jugendreisen

FAQ Jugendreisen - was man wissen sollteVor den Jugendreisen gibt es häufig die gleichen Fragen, die Lloretparty für euch in seiner Rubrik FAQ Jugendreisen zusammengetragen hat. Wichtig zu wissen ist, dass sich diese Informationen auf eigenen jahrelangen Erfahrungen beziehen und keinesfalls verbindlich gelten. Jeder Anbieter ist ein wenig anders, aber die Antworten sind nach besten Erfahrungen erstellt. Des Weiteren beziehen sich die FAQ auf den Ablauf kurz vor- sowie während einer Jugendreise. Viel Spaß nun bei den TOP 8 der FAQ in Sachen Jugendreisen.

 

Betreute Jugendreise vs. unbetreute Jugendreise / Partyreise – Was ist der Unterschied?

Ablauf betreute Jugendreisen

Bei einer betreuten Jugendreise übernimmt der Reiseleiter (Teamer) die Rechte und Pflichten gemäß der Erziehungsberechtigten. Dies bedeutet, dass der Teamer quasi die Funktion der (meist) Eltern (teilweise) übernimmt. So unterliegen minderjährige Reiseteilnehmer den Vorschriften gemäß dem Jugendschutzgesetzes. Damit beaufsichtigt ein Jugendreiseleiter die Teilnehmer unter Einhaltung der Vorschriften. So dürfen Sie z.B. nicht nach 22 bzw. 0 Uhr alleine mehr unterwegs sein, Tabak rauchen oder hochprozentigen Alkohol trinken. Was abschreckend klingt, ist aber meist auch ein Vorteil, da die Eltern Ihre Kinder meist in guten Händen wissen. Des Weiteren dürfen die Kinder & Jugendlichen ja mit dem Reiseleiter auch z.B. nach 0 Uhr feiern gehen, da dieser ja die Rechte übertragen bekommen hat. Auch als Animateur, Informant oder Ausflugsbegleiter fungiert der Reiseleiter bei einer betreuten Jugendreise. Für viele, die das abschrecken mag, klingt es jetzt härter, als es in Wirklichkeit ist. Eine betreute Jugendreise empfiehlt sich eigentlich für jeden, der zum ersten Mal alleine verreist und unter 17 Jahren ist.

Ablauf unbetreute Jugendreisen

Bei einer unbetreuten Jugendreise unterschreiben die Erziehungsberechtigten, dass sie ihren Kindern erlauben, ohne Betreuung, gemäß dem JuSchG, an einer Reise teilnehmen. Hierbei gibt es auch einen Reiseleiter, der bei Check-In/Out hilft, Ausflüge verkauft oder als Informant & Animateur auftritt. Er hat aber keinerlei Aufsichtspflicht gegenüber seinen Gästen. Dies bedeutet, dass die Jugendlichen frei entscheiden können, was sie wann und wo machen. Dabei müssen sie sich selbstverständlich auch an die landesüblichen Vorschriften halten, unterliegen aber keinen “Grupperückediensten – gemeinsames Heimlaufen nach 0 Uhr aus einem Club – 0der sonstigen Regeln, die für betreute Teilnehmer gelten. Dies ist toll für die Entscheidungsfreiheit, aber ganz kritisch bei gefährlichen Situationen wie Alkoholabstürzen, Überfällen oder Verletzungen. Das muss jeder selbst wissen. Im Allgemeinen passiert zu 99% bei keiner der beiden Reisearten etwas Schlimmes, aber es kommt doch hin und wieder vor. Deshalb sollte eine unbetreute Jugendreise bzw. eine Partyreise eher mit der Vollendung des 18. Lebensjahres gebucht werden. Viele meinen, dass sie dann dafür zu alt wären, aber mit 18 ist man oft lange nicht soweit, um allein mit dem Auto oder Flugzeug zu verreisen. Zudem ist das Kennenlernen neuer Leute bei Jugendreisen / Partyreisen viel einfacher.

Wann bekomme ich meine Reiseunterlagen?

Eine Buchungsbestätigung bedeutet meist nicht die automatische Zusendung der kompletten Reiseunterlagen. Wenn man z.B. im Januar verbindlich eine Reise für August bucht, dann bekommt man seine Unterlagen meist 2-4 Wochen vor dem Beginn der Reise. Dies liegt daran, weil die Veranstalter dann den Großteil Ihrer Reisegruppen beisammen haben. Erst dann sind kalkulierbare Busrouten, Flugtransfers oder Einsatz von Reiseleitern besser planbar. Ansonsten steht das auch in den AGBs der Veranstalter.

Wie lange braucht eine Busfahrt bei einer Jugendreise?

Ein Klassiker der Gäste ist meist die Frage nach der Dauer einer Busfahrt nach z.B. Lloret, Rimini oder Novalja. Dafür gibt es ganz klare Zeiteinteilung, neben unerwarteten Dingen wie Staus oder sonstigen Verspätungen. Die Dauer einer Busfahrt ist abhängig von Faktoren wie:

  • Anzahl der Abfahrtsorte bei einer Busroute – Teilnehmer aus verschiedenen Städten
  • Länge der Strecke allgemein von seiner Stadt zum Endpunkt
  • Saisonale Abhängigkeit wie Hauptferienzeit (z.B. Abifahrten, Klassenfahrten oder Jugendreisen)
  • Ein Bus fährt max. 100km/h und muss alle 4-5 Stunden eine Pause von 45min einlegen
  • Eine unbeschriebene Regel lautet: Gesamtkilometer : 75 (km/h) = Reisedauer

Ein Beispiel wäre die Fahrt von Stuttgart nach Lloret de Mar = 1200km. –> 1200:75 = 16h 
Da Stuttgart meist der letzte deutsche Abfahrtsort vor der Grenze nach Frankreich ist, dauert eine Busfahrt nach Lloret ca. 16 Stunden im Schnitt. Je nach Staus, Verspätungen der Teilnehmer, aber auch ruhiger Verkehr kann dies um 90min schneller gehen oder eben viel länger dauern.

Warum kommt man meist früh an und fährt spät abends los?

Die Busse fahren in der Regel so aus Deutschland los, damit sie am nächsten Tag früh da sind. Nach der Ankunft steht der Bus meist gesetzlich für 9 Stunden (Lenkzeitverbot). Um also rechtzeitig (Einplanung der vorherig genannten Punkte) morgens anzukommen und abends wieder loszufahren, kommt man meist zwischen 8 und 12 Uhr im Jugendreiseziel an. So fährt man dann auch manchmal (erst) wieder um 21 Uhr zurück. Dies verärgert oft die Teilnehmer, die schon um 10 Uhr ihr Hotel verlassen mussten. Dagegen bieten viele Veranstalter Tagesausflüge an, aber ein letzter Tag ist damit meist etwas anstrengend, zumal man kein eigenes Zimmer mehr hat.

Lohnt sich eine Clubkarte, Diskopass bzw. das VIP-Band der Reiseveranstalter?

Sehr beliebt ist bei FAQ Jugendreisen die Frage, ob sich eine Dauerkarte für Veranstaltungen (Club, Partyboot, Stadtausflüge, usw.) lohnt. Eine Clubkarte, auch Diskopass oder VIP-Band genannt, mit der man eine Flatrate auf Diskobesuche hat und zahlreiche Rabatte auf Ausflüge oder Restaurants, sind ein beliebter Verkaufsschlager der Reiseveranstalter. Selbstverständlich können “Sparfüchse” sich immer ein günstigeres Programm zusammenstellen. Viele Clubs und Ausflüge sind nämlich in der Flatrate, zu festen Zeiten, vorgegeben. Wer also individueller feiern oder einen Citytrip unternehmen will, kann es selbst planen.
Dennoch lohnt sich in der Regel das Angebot eines Jugendreiseveranstalters. Dank sogenannte “Deals” mit einheimischen Anbietern, kommen die Reiseveranstalter günstiger an Clubkarten, als Privatpersonen. Des Weiteren sind Citytrips in Reisebussen oft günstiger als ein Mietwagen, Taxi oder die Bahn. Zwar ist man nicht so frei in seiner Entscheidung, aber die meisten Mitreisenden sind bei den Aktivitäten mit dabei und die Gruppendynamik steigt. Seht den Verkauf einer Karte also als bequemen Vorteil und letztendlich als “Trinkgeld” für den Reiseveranstalter, da er durch diese eine gute Gewinnmarge erzielt.

Wieviel Geld benötige ich für eine Jugendreise als Taschengeld?

Pauschal lässt sich so etwas nie genau sagen, zumal es auch darauf ankommt, was in der Reise bereits drin ist (z.B. Clubkarte im Voraus bezahlt oder AI-Verpflegung inklusive), wie die Anreiseart ist (selbst, Bus oder Flugzeug) sowie die Dauer des Aufenhalts. Des Weiteren sind ja auch die finanziellen Möglichkeiten der Reiseteilnehmer unterschiedlich und damit auch die Vorlieben für Ausgaben in Sachen Feiern (Tabak, Alkohol, usw.), Auflüge oder Souvenirs.

Klassische Ausgaben bei einer Jugendreise:

  • Snacks & Getränke sowie Toilettengänge bei einer Busfahrt bzw. Anreise
  • Cocktails, Eis, Essen oder sonstige Konsumgüter außerhalb der Unterkunft
  • Freizeitangebote wie Ausflüge, Städtetrips oder Wassersportangebote
  • Geld für das Feiern allgemein
  • Souvenirs für daheim
  • Zusatzkosten vor Ort und in der Unterkunft wie Safemiete,WLAN oder Kurtaxen
  • Nachkauf von vergessenen (kaputt gegangenen) Dingen wie Flipflops, Sonnencreme, Sonnenbrille,…

Eine unbeschriebene Faustregel lässt sich aber trotzdem kurz aussagen. Wenn man ein paar mal feiern geht, auch mal auswärts isst oder ein paar Aktivitäten ausüben will, dann kann man mit 50€ pro Tag rechnen. Klar klingt das jetzt nach viel, aber es reicht dann auf jeden Fall aus und man lebt ja nicht sonst so. Auf jeden Fall sollte die Bankkarte stets dabei sein und die Erziehungsberechtigten vorbereitet, dass das Taschengeld auch einmal ausgehen könnte.

Hotelbewertungen und Kritik – wie real sind die Kommentare?

Bei Hotelbewertungen muss man, wie bei fast allen Bewertungsportalen, sehr aufpassen. Es teilen gerne ausschließlich enttäuschte Gäste Ihre Meinung – im Gegensatz zu zufriedenen. Des Weiteren gibt es auch viele Fakebewertungen in beide Richtungen (zu positiv oft von eigenen Mitarbeitern / stark negativ von Gästen oder gar Konkurrenten) und die Erwartungen, gerade bei Jugendlichen, sind zu überzogen. Hotelbewertungen in Partydestinationen bzw. anderen Jugendreisedestinationen sind meist negativ in Bezug auf Zimmer, Essen, Pool(größe) oder das Personal. Doch warum sind viele Bewertungen so abschreckend? Wir nehmen einmal die typischen Klassikeraussagen:

  • Das Essen war furchtbar (kalt, ölig, schlechte Auswahl,…) und die AI-Getränke waren nicht gut
  • Die Zimmer waren zu klein, der Schrank auch und überall war es dreckig
  • Der Pool ist viel zu klein oder zu verchlort
  • Das Personal war unfreundlich oder konnte kaum deutsch
  • Die Lage war schlecht, die Balkone zu klein und die Nachtwächter zu streng

viele Kritiken gehen in eine überzogene Darstellung. Warum? – Ganz einfach!

Wer zwischen den Zeilen schon erkennen kann, liest hier die klassischen Probleme, die fast alle Urlauber haben, die (zum ersten Mal) allein den Urlaub verbringen. Aus eigener Erfahrung weiß man, dass Katalogbilder oder Reisetexte immer etwas “aufgepimpt” sind und ein klassisches Jugendreisehotel nicht wie bei “Hotel Mama” sein kann. Damit wird nicht abgestritten, dass manche Punkte stimmen, aber viele Kritiken gehen in eine überzogene Darstellung. Warum? – Ganz einfach!
Hotelbesitzer, die Ihre Zimmer für Jugendreisegruppen bereitstellen, wissen, dass sie ein Zimmer meist oft für 20-40€ pro Nacht und Person verkaufen. Da diese Gäste meist auf Party & AI-Verpflegung aus sind, machen die wenigsten Hotelbesitzer mehr als nötig, um alle Grundbedürfnisse der Gäste sicher zu stellen. Das bedeutet, dass man sich eben auf feierwütige Gäste einstellt und weniger auf gut betuchte Gäste, wie es beispielsweise dann in der Nebensaison ist. Zweibettzimmer werden oft zu 3-4-Bettzimmer umgebaut, indem man zusätzliche Betten aufbaut.

Essen in Hotels

Das Essen wird, wie in einer Kantine, länger vorbereitet und die Drinks sind doch eher qualitativ aus der untersten Reihe (billig) aus dem Supermarkt. So liest man oft, dass das Essen schlecht gewürzt war, kalt oder zu ölig. Gegen viele Dinge kann man selbst was unternehmen und, mit Verlaub, bei Obst und Salat gilt sowas in der Regel nicht. Bei den AI-Drinks sollte man meist die Soft-Getränke nutzen sowie heimische Biere. Sekt, Cocktails oder hochprozentige Drinks sind meist in der Billigversion vorhanden, weshalb man da sich in den Läden eindecken sollte.

Wer also eine (günstige) Jugendreise sucht, der muss eben meist ein “schlichtes” Hotel erwarten. Klar darf man sich nicht alles gefallen lassen, aber die Erwartungshaltung sollte schlicht realistisch bleiben – eben, dass man ein Hotel (teilweise mit Pool) als Unterkunft gebucht hat und nicht ein Luxushotel. Ebenso steht es meist um die Löhne des Personals, was sich dann eben im Kundenservice oft wiederzeigt. Mit dieser Einstellung sind viele Aspekte oft einfacher zu erklären.

Hotel oder Camp – was ist besser bei einer Jugendreise?

Camping ist bei vielen Touristen unbeliebt. Man will ja schließlich ein gescheites Bett, ein eigenes Bad und auch sonst eher wohnen wie daheim. Doch wer jetzt denkt, dass ein Hotel, gerade bei einer Jugendreise, viel besser ist, als ein Camp der irrt. Ein Camp ist meist nicht nur preisgünstiger, sondern überzeugt mit einem der größten Vorteile bei Jugendreisen – neue Leute (Freunde) kennenlernen. Man ist viel mehr in der Gruppendynamik involviert, als in einem Hotel, wo sich meist alles verläuft und man sich oft nur bei Meetings trifft. Zudem sind die meisten Jugendcamps so ausgelegt, dass die Jugendlichen zusammenwohnen und nicht, wie in vielen Hotels, die Zimmer sich zwischen anderen Gästen (oft Familien oder ältere) befinden.

Vorteile Camp gegenüber Hotel

  • Ein Camp ist preislich deutlich günstiger als ein Hotel
  • Man lernt die anderen Gäste einfacher kennen, weil man sich mehr sieht
  • Gemeinsame Abende und Unterhaltungen bis spät in die Nacht sind leichter möglich (Chilloutarea)
  • Man kann auch in Bungalows oder Mobilehomes meist schlafen und nicht auf dem Boden im Zelt
  • Die meisten Camps befinden sich direkt am Meer und haben eigenen Beachvolleyball- und Fußballfelder
  • Abendprogramme und Events sind einfach möglich und finden mehr statt, als im Hotel
  • Sogenannte Zimmerpartys sind einfacher möglich
  • Man muss quasi nie auf die Kleidung achten, wie bei einem Restaurant im Hotel

Vorteile Hotel gegenüber Camp

  • Man muss keine Gemeinschaftsduschen in Anspruch nehmen
  • Man hat einen Kleiderschrank, Fernseher und ein Bett
  • Nach dem Essen muss man keinen Abwasch machen
  • Es gibt weniger Insekten, die einen auf die Nerven gehen könnten
  • Man ist wetterunabhängig (früh morgens die Sonne oder Regen)
  • Die WLAN-Anbindung ist meist besser
  • Das Essen ist meist vielfältiger in der Auswahl, als in der Campküche
  • Partyclubs, Shops, Anbindungen oder Aktivitäten sind meist schneller zu erreichen

Für Jungs besonders interessant. Erfahrungsgemäß ist der Anteil der Frauen in Camps deutlich höher, als in einem Hotel.