Online Marketing – Strategie – Definition Tipps

Der Ist-Zustand im Online-Marketing

Auf Online-Marketing kann heute kein Unternehmen mehr verzichten. Für viele ist dies immer noch eine enorme Herausforderung. Denn, es ist weitaus mehr als ein paar SEO-Techniken oder ein Upload von schönen Bildern bzw. Postings auf Sozialen Medien. Bei Suchmaschinen schnell gefunden werden und den potentiellen Kunden zu überzeugen ist der Wunsch. Das Problem vieler Betriebe ist jedoch, dass das Internet noch ein Medium ist, mit dem sich viele “ältere” Chefs und Mitarbeiter nur bedingt zurechtfinden. Viele Digital Natives drängen in den Arbeitsmarkt, es fehlt jedoch oft die Erfahrung im Umgang oder einer kompetenten Personalführung. Die Wichtigkeit des Internets lässt sich nicht mehr ignorieren – landet sie doch schon mittlerweile auf Platz 2 der klassischen bzw. neuen Werbemittel. Um Online-Marketing als “neue & komplexe” Arbeitskraft besser zu verstehen, kümmern wir uns zuerst einmal um die Definition, der Entstehung des Web 2.0 sowie den Grundlagen.

Grundlagen & Definition

Online-Marketing umfasst alle Werbemaßnahmen, die mittels Webseiten oder kommerziellen Diensten im Internet durchgeführt werden. Dazu gehören z.B. Einsatzmittel wie:

  • SEO & SEA (=SEM) und Content
  • Social Media Marketing (Facebook, Twitter, Instagram,…)
  • Newsletter & E-Mailmarketing
  • Banner oder diverse (Display)-Anzeigen

Während die meisten Einsatzinstrumente eine sichtbare Werbung für den Endverbraucher darstellen, sind Faktoren wie Suchmaschinenoptimierung oder Keywordadvertising unsichtbare. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass sichtbare Werbung auf emotionale oder physische Reize setzt und unsichtbare dafür sorgen soll, dass man überhaupt gefunden wird bzw. sich gegen Konkurrenten abhebt.

Vorteile online vs. klassisch

Die wichtigsten Vorteile gegenüber anderen Werbeinstrumenten stellen sich in Messbarkeit des Werbeerfolgs (z.B. Click-Through-Rate, Kosten / Erfolgsrate pro Klick – z.B. mit Analyse-Tools), in Zeitvorteilen, sowie in Individualisierungsmöglichkeiten auf der Basis spezifischer Nutzerprofile dar. Aufgrund von Multimodalität sowie Interaktivität dieses Mediums, wird immer mehr auf diese Werbeform gesetzt. Multimodalität bedeutet in diesem Fall, dass mehrere Wahrnehmungen gleichzeitig angesprochen werden können (z.B. Bilder, Musik und Film) und Interaktivität, dass der Internetuser in die Kommunikation aktiv eingreifen kann.

Marketingmix im Online-Marketing

Online-Marketing ist also ein Oberbegriff für unterschiedliche Marketingaktivitäten. Der klassische Marketingmix lässt sich optimal auf das Online-Marketing für Budgetverteilungen übertragen. Wie im Offline-Marketing wird auch hier in 4 Kategorien unterschieden:

  1. Produktpolitik
    Onlinevertrieb, Produktpräsentationen oder Service

  1. Preispolitik
    Preisdifferenzierung, flexible Preisgestaltung, Gewinnspiele,…

  1. Kommunikationspolitik
    Social Media Marketing, AdWords, E-Mail-Kampagnen

  2. Distributionspolitik
    Zahlungswege, Online-Formulare, Chats,…

Übergang vom Web 1.0 zum Web 2.0

Das Internet bot, seit seiner kommerziellen Nutzung 1990 bis ca. 2003, das so genannte „Web 1.0“ an. Dies bedeutete, dass man Informationen in Form von Texten und Grafiken meist nur dann teilen konnte, wenn man etwas vom Programmieren von Webseiten verstand und eigene EDV-Kenntnisse stets auf dem neuesten Stand waren. Informationen waren bis dato statisch und wurden selten aktualisiert. Die Internetverbindungen waren noch sehr langsam und zudem relativ teuer. Flatrates und neue Technik verbesserten rasant die Internetnutzung und die Anzahl der User.

Damit wurde das Online-Marketing immer interessanter für viele Unternehmen und es entstand das Social Media Marketing, welches oft mit dem Begriff „Web 2.0“ assoziiert wird. Die Beschreibung für Web 2.0 wurde 2004 ins Leben gerufen. Aber, wie das Web 1.0 auch, ist dies lediglich ein Begriff und kein Produkt. Wer Web 2.0 letztendlich erfunden hat, ist nicht klar. Manche schreiben den Ausdruck Darcy DiNucci zu, der ihn 1999 in einem Fachartikel zur Internetzukunft beschrieb. Andere beziehen ihn auf diverse andere Quellen wie beispielsweise auf die „Web-2.0 Internetkonferenz“ von 2004. Es ist mehr eine Definition für die neuen Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten des Users im Netz. Informationen können seit 2003 hochgeladen oder verändert werden, ohne dass sich der User mit der Programmierung auskennen muss.

Beginn der Sozialen Medien um das Jahr 2003

Bekannteste Vorreiter sind heute wohl „Wikipedia“ oder „Weblogs“. Texte und Inhalte konnten nun bequem geschrieben, hochgeladen und verändert werden. Seit 2003 gibt es immer mehr Anbieter für soziale Netzwerke wie MySpace, YouTube, Facebook, Xing, Twitter, Pinterest, Instagram oder Holidaycheck. Nutzer erstellen nun selbst diverse Inhalte (Profile, Biografien, Webseiten), kommunizieren diese und schreiben selbst Empfehlungen und Antworten. Sie wurden damit von passiven Akteuren zu aktiven. Soziale Netzwerke verbinden viele User in der ganzen Welt und geben Informationen über deren Interessen, Meinungen und Trends weiter. Diese persönlichen Daten machen sich heute viele Unternehmen zu Nutze und schaffen, durch transparentes Auftreten, neues Vertrauen.

Ein entscheidender Vorteilgegenüber der klassischen Werbung ist der weitaus geringere Kostenaufwand. Vor allem kleinere Unternehmen, können gegenüber der größeren Konkurrenz geringere Marketingbudgets ausgleichen. Zudem ist das Internet jederzeit, überall abrufbar und besser individualisierbar. Nicht umsonst sucht heute fast jeder Betrieb Mitarbeiter speziell für Online-Marketing oder beauftragen externe Agenturen dafür.

Online Marketing – Strategie und Tipps

Im heutigen Zeitalter der Social Media und des Online-Marketings, gibt es eine relevante Aussage: Content ist King! Dies bedeutet, dass man seine geschriebenen Texte nicht nur auf Keywords (Schlüsselwörter, nach denen im Internet gesucht werden) optimieren sollte, sondern den Inhalt nutzvoll schreiben sollte. Google gibt jedes Jahr den Ton an in Sachen Seitenaufbau. Vorbei sind die Zeiten, als man noch Texte schreiben konnte, die sich nur auf die Keywords konzentrierten. Es muss ein Mehrwert für den User geben.

Also ist es bei der Strategie wichtig, dass man seine Zielgruppe festlegt (z.B. Alter, Herkunft, Verhalten, Einkommen, Interessen, etc.) klar definiert und sich über das wesentliche Endziel im Klaren ist – die Kundenbindung

Dazu benötigt man das Markenbuilding (Image und Bekanntheit). Also ist es bei der Strategie wichtig, dass man seine Zielgruppe festlegt (z.B. Alter, Herkunft, Verhalten, Interessen, etc.), klar definiert und sich über das wesentliche Endziel im Klaren ist – die Kundenbindung. Bevor es allerdings zur Kundenbindung kommt, muss man sein Online-Marketing so einsetzen, dass man Aufmerksamkeit erreicht. Wichtig ist zudem, nicht „nur“ viele Leute zu erreichen, sondern die „potentiellen“ (Neu) Kunden, die sich an das angebotene Produkt (dauerhaft) binden.

Strategie für Online-Marketing Aktivitäten und Kommunikationswege

Hat man nun die Grundlagen festgelegt, muss man sich entscheiden wie man sich positioniert. Entscheidungen über die eingesetzten Kommunikationswege müssen klar definiert sein. Zur Auswahl stehen u.a. Suchmaschinenmarketing (SEM – SEO – SEA), Blogmarketing (interessante Berichte), E-Mailmarketing (Newsletter), Affiliate Marketing (Partner vermitteln Produkte oder Kontaktdaten gegen Provision) oder eben das Social Media Marketing (Instrumente des Web 2.0. wie Facebook, Instagram, Twitter, YouTube oder WhatsApp). Alle Wege und Medien hier aufzuzählen, würde jedoch den Rahmen sprengen, weshalb hier auf die anderen Punkte verwiesen wird. Tipps für erfolgreiches Online-Marketing sind:

  • moderne & ansprechende Homepages (responsiv, schnelle Ladezeiten,Usability,…)
  • guter Content
  • hochwertige Bilder und Postings
  • unterhaltsame & abwechslungsreiche Themen
  • Videos
  • kreative Aktionen wie Gewinnspiele, Fragen oder einfache Unterhaltung.

Zudem muss man auf Beiträge, Fragen oder Kritik unmittelbar und kompetent antworten. Dazu interessant: Einordnung und Umgang mit Onlinebewertungen.

Wichtige Rolle der Homepage im Online-Marketing

Die Homepage ist das Kernstück in Sachen Online-Marketing, sofern man kein Influencer auf YouTube oder sonstigen Social-Media-Kanälen ist, bei denen eher der Content auf den Portalen im Vordergrund steht. Wie die eigene Homepage einzuordnen ist oder welche Faktoren darauf wirken, stellt dieses Schaubild dar.

Online-Marketing Definition und Grundlagen - hier Schaubild Einfluss auf das Onlinemarketing